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Das Uhrenlexikon
Anglierung Kanten einer geschliffenen Fläche, auf 45 Grad abgeschrägt und poliert.
Anker Teil der Ankerhemmung, mit der Form eines Schiffsankers.
Ankerrad Es bildet zusammen mit dem Anker die Hemmung und ist das letzte Rad im Räderwerk.
Aufzugskrone Siehe: Krone.
Aufzugwelle Welle, an deren äußeren Ende die Krone angebracht ist. Sie stellt die Verbindung zum Uhrwerk her.
Automatik-Uhr Bei dieser Art Uhr wird die Bewegung am Arm des Trägers auf mechanischem Wege inAufzugsenergie umgewandelt, indem über einen Schwung-Rotor die Zugfeder gespannt wird. Vorteil ist der im Vergleich zum Handaufzug gleichmäßigere Kraftverlauf und dieUnabhängigkeit von aüßeren Verrichtungen wie Aufzug oder Batteriewechsel. Jedoch muß die Uhr genügend bewegt werden. Die täglichen Gangabweichungen summieren sich im Laufe der Zeit.
Autoquarz-Antrieb Vom japanischen Großhersteller Seiko entwickelte Verbindung von automatischem Antrieb und Quarzregelung des Gangs. Dadurch läuft die Uhr batteriefrei und dennoch quarzgenau.
Auch ein Handaufzugs-Modell mit Quarzregelung ist inzwischen auf dem Markt.Eine weitere interessante Option beinhaltet, daß sich die Uhr auch dann die Zeit merkt, wenn sie mangels Antriebsenergie stehenbleibt (bis zu vier Jahren). Wenn sie wieder bewegt wird, stellt sie sich automatisch auf die aktuelle Zeit ein. (Auto relay)
Breguet-Spirale Unruhspirale, bei der der letzte Spiralumgang doppelt knieförmig und nach oben gebogen ist. Die von Breguet 1795 erfundene und nach ihm benannte Spirale dehnt sich so nach allen Seiten gleichmäßiger aus.
Brücke Auf zwei oder mehr Punkten der Grundplatine aufliegende und dort mit Stellstiften und Schrauben befestigte Messingplatte. Zwischen Brücke und Platine drehen sich die Achsen und Räder.
Cabochon Rundgeschliffener Zierstein, manchmal als Abschluß einer Aufzugskrone eingesetzt.
Chaton Kreisrundes Stück Metall mit in einer Bohrung eingefügten Stein (Steinfutter). Der Chaton seinerseits wird in der Platine, der Brücke oder dem Kloben durch Einpressen oder Verschrauben befestigt.
Chronograph Armbanduhr, deren zusätzlicher Mechanismus zum Messen bestimmter Zeiträume gestartet, angehalten und auf Null zurückgestellt werden kann.
Chronometer Präzisionsuhr, die in verschiedenen Lagen und Temperaturen feinreguliert wird und durch dieamtliche Prüfstelle COSC in La Chaux-de-Fonds ein Zeugnis (Chronometer-Zertifikat) erhält. Die Prüfung umfaßt einen Zeitraum von 15 Tagen und bezieht fünf verschiedene Lagen (Krone oben, unten, links, Glas oben und unten) und drei verschiedene Temperaturen (8c°, 23c°, 38c°) ein; dabei darf z.B. in Kategorie I (über 20 mm Werk-Durchmesser) der mittlere tägliche Gang nur zwischen -4 und +6 Sekunden liegen.
Ebauche Rohwerk ohne Hemmung und Zugfeder.
Etablisseur Unternehmen, das sich ausschließlich mit dem Zusammenbau (Remontage) von Uhren befaßt, deren Rohwerke bei speziellen Ebauche-Lieferanten eingekauft werden.
Ewiger Kalender Neben der normalen Uhrzeit (Stunden, Minuten und Sekunden) wird zusätzlich noch Datum,Wochentag, Monat und Jahr angezeigt, unter Berücksichtigung der Schaltjahre, Monatslängen und Mondphasen.
Feder Zugfeder zum Speichern der Aufzugsenergie.
Federhaus Im Federhaus befindet sich die eingerollte Zugfeder, welche die Aufzugenergie speichert.
Fly-Back Von Dubey & Schaldenbrand 1946 patentierte Variante des Mono-Rattrapante mit Doppelzeiger, bei dem Chrono- und Schleppzeiger über eine Spiralfeder miteinander gekoppelt sind.
Gang Der Gang ist der Unterschied zwischen zwei abgelesenen Uhrenständen bei 1 Tag Differenz. Gangabweichung Aufgrund unterschiedlicher Umwelteinflüsse wie Temperatur oder Lage des Werkes kann der Gang unterschiedlich ausfallen. Die Gangabweichung drückt denUnterschied zwischen zwei gemessenen Gängen aus.
Gangreserve (Gangdauer) Zeit, die zwischen Vollaufzug und völliger Entspannung der Zugfedervergeht.
Genfer Punze (auch: Genfer Siegel, Poin§on de Geneve) Aus dem Jahre 1886 stammende Qualitätsauszeichnung der Stadt Genf. 1957 und 1994 wurde die Bestimmung neu gefaßt und umfaßt nun v.a. zwölf Festlegungen zur exakten Verarbeitung und Einstellung von Werkteilen, jedoch keine Ganggenauigkeitsprüfung. Vorgelegt werden können nur Uhren, deren Zusammenbau und Reglage im Kanton Genf erfolgt ist.
Genfer Streifen Besondere bandförmige Verzierung auf Platinen, Brücken und Kloben.
Gesperr Verhindert als Teil des Aufzugssystems der Uhr das Zurückrutschen des Sperrades.
Gleitzaum Damit bei automatischem Aufzug die Zugfeder nicht durch Überspannung reißen kann, ist ihr Ende als "Rutschkupplung" ausgelegt, die an der inneren Wand der Federhaustrommel entlanggleiten kann.
Glucydur-Unruh Unruhreif aus der sehr harten Legierung Kupfer und 2-3% Beryllium, das in Frankreich Glucinium heißt und zusammen mit dem französischen Wort "dur" für "hart" zu Glucydurzusammengesetzt ist.
Guillochierung Ornamente und Muster aus sich kreuzenden Linien (gerade und gebogen), die maschinelleingraviert werden. Man findet sie auf Zifferblättern und Gehäusen aus Silber oder Gold.
Halbschwingung Winkel, den die schwingende Unruh zwischen ihren beiden Umkehrpunkten beschreibt. ZweiHalbschwingungen werden als Schwingung bezeichnet, hörbar als "Tick-Tack".
Handaufzug Die Zugfeder wird durch tägliches Aufziehen mit der Aufzugskrone gespannt.
Hemmung Mechanismus, der entsprechend der Unruhschwingung die Geschwindigkeit des Räderwerkes regelt, indem er abwechselnd hemmt und befreit.
Incabloc Heute am häufigsten eingesetzte Stoßsicherung bei Uhren.
Kadratur Zusätzlicher Schaltmechanismus, z.B. für Schlagwerke (Repetitionen), Kalendarien oder Chronographen.
Kaliber Bezeichnung für die Abmessungen eines Uhrwerkes, heute häufig synonym für Werk verwendet.
Kanellierung Vertikale Rillenverzierung am Uhrengehäuse.
Kleine Sekunde Sekundenanzeige, die dezentral, also nicht in der Zifferblattmitteerfolgt.
Kloben Ein Kloben ist Teil eines Werkgestells und liegt einseitig auf der Grundplatine auf, wobei er dort mit einer Schraube befestigt ist. Er dient dazu, Lager für bewegliche Teile wie Anker oder Unruh aufzunehmen.
Komplikation Uhrwerk mit einem oder mehreren zusätzlichen Mechanismen(Schlagwerk, Kalender, Repetition,Chronograph,Wecker).
Krone Seitlich am Gehäuse befindliches geriffeltes Rad zum Einstellen der Uhrzeit (oder weiterer Anzeigen wie Datum, zweite Zeitzone) und bei Handaufzugsuhren zum Spannen der Zugfeder.
Lünette Glasrand oder Zierring einer Uhr. Bei Taucheruhren mit Minutenmarkierungen versehen und drehbar ausgelegt zum Einstellen der Tauchzeit.
Manufaktur Hersteller, der sowohl das Werk als auch die weiteren wesentlichen Teile der Uhr selbst anfertigt. (Ein recht umstrittener Begriff, da er eine exklusive Auslese unter den zahlreichen Anbietern herbeiführt. Deshalb sehr begehrt und aus Werbegründen gerne beansprucht, obwohl nicht immer zu Recht. Man rechnet heute im strengen Sinn nur ca. 13 Hersteller zu dieser Gattung,darunter: Patek Philippe, Vacheron & Constantin, Audemars Piguet, Rolex, Jaeger-LeCoultre, Piaget, Girard-Perregaux, Zenith, Lange, IWC, Glashütte, Minerva, Universal Geneve, seit neuestem auch Chopard)
Mechanische Uhr Klassischer Uhrentyp ohne elektronisches Schwingungssystem.
Mikrorotor Kompakter Schwungrotor einer Automatikuhr, der durch seinen kleineren Durchmesser in das Uhrwerk integriert werden kann und dadurch die Gehäusehöhe voll ausnutzen kann.
Mineralglas Mineralisches Uhrglas (Härte 5 Mohs), nicht kratzfest.
Mondphasenuhr Zusätzlich zur Uhrzeit wird auch die Mondphase angezeigt.
Mono-Rattrapante Aufgrund des geringeren Bauaufwandes preisgünstigere Variante der Schleppzeiger -Chronograph bzw. Rattrapante mit nur eine Stoppzeiger und zwei Chronographen -Drückern. Beim Festhalten des unteren Drückers hält der Stoppzeiger an, um die Zwischenzeit abzulesen, und springt beim Loslassen an die Position, die er beim Weiterlaufen ohne Stop eingenommen hätten. Das mögliche Differenzintervall beträgt dadurch maximal 60 Sekunden.
Nivarox Legierung aus Eisen, Nickel, Chrom, Titan und Beryllium für die Herstellung von Unruhspiralen, die sich durch ihren guten antimagnetischen und temperaturkompensierenden Eigenschaften auszeichnet.
Perlierung Besondere wolkenförmige Verzierung auf Platinen, Brücken und Kloben.
Planetenrotor siehe auch Mikrorotor
Pulsometer Uhrenskala, die die Ablesung der Pulsschlagfrequenz pro Minute ermöglicht.
Quarzuhr Zeitmesser, in dem weder Feder, Unruh noch Hemmung vorhanden ist. In einem Quarzwerk wird ein Kristall zum Schwingen gebracht. Die gleichmäßige Schwingung wird nun genutzt, um mit Hilfe eines Chip, also einer integrierten Schaltung, einen Motor anzutreiben. Im Rhythmus der zugeführten Impulse dreht dieser ein Räderwerk. Vorteil ist die sehr hohe Ganggenauigkeit und der geringe Platzverbrauch, Nachteil die Umweltvergiftung durch die Batterie und die Abhängigkeit vom Batteriewechsel.
Räderwerk Sämtliche Räder und Triebe, die vom Federhaus aus die Triebkraft an das Hemmungsrad übertragen. Dazu gehören:
Minutenrad
Kleinbodenrad
Sekundenrad
Hemmungsrad
Alle diese Räder sind auf ihren Trieben meistens aufgenietet.
Rattrapante siehe auch Schleppzeiger-Chronograph
Regulator Bei diesem Uhrentyp dominiert als einziger größerer Zeiger der Minutenzeiger, während Stunden und Sekundenzeiger sich jeweils dezentral in kleineren Zifferblattbereichen drehen. Das bekannte Modell der Firma Chronoswiss initierte ein Wiederaufleben dieser Uhrengattung. Früher gab es sie v.a. bei speziellen Standuhren, die von den Regulateuren der Uhrenwerkstätten zum präzisen Einstellen der Zeit benutzt wurden. RegulierungFeineinstellen einer Uhr mit mechanischem Schwingsystem. Es gibt unterschiedliche Verfahren und Qualitäten: Bei normaler Regulierung wird der Gang der Armbanduhr mit "Zifferblatt oben" und "Krone oben" gemessen und auf maximal 30 Sekunden Gangabweichung eingestellt. Bei Regulierung in verschiedenen Lagen wird in 2, 5 oder 6 Lagen reguliert, etwa horizontal:
“Zifferblatt oben" (ZO), "Zifferblatt unten" (ZU) und
vertikal: "Krone oben" (KO), "Krone links" (KL), "Krone rechts" (KR), "Krone unten" (KU). Bei Regulierung der wird der Gang jeweils 24 Stunden bei 4°C, 20°C und 36°C gemessen und reguliert.
Repetition Zusätzliches Läutwerk einer Uhr, das Minuten, Viertelstunden und/oder Stunden akustisch verdeutlich.
Rotor Das Schwunggewicht des automatischen Aufzugs, entweder in der verbreiteten Variante über die gesamte Gehäusebreite parallel zum Werk kreisend (Zentralrotor), oder als Mikrorotor ins Uhrwerk integriert.
Saphirglas Wertvolles künstlich hergestelltes Glas mit höchster Härte und Kratzfestigkeit (9 Mohs), die nur von Diamant übertroffen wird.
Schaltrad-Chronograph Klassischer Chronographen-Typ, bei dem die Start-, Stop-, und Nullstellung der Zeiger über ein neunzähniges Säulenrad, später auch Schaltrad genannt, gesteuert wird. Die handwerklich sehr anspruchsvolle Fertigung dieser Technik wird heute nur noch in seltenen Fällen durchgefühhrt. Daher stellen Uhren mit dieser in den 30er und 40er Jahre verbreiteten Konstruktion heute sehr gesuchte Sammlerstücke dar.
Schleppzeiger-Chronograph Diese Art von Chronograph wurde früher Doppelzeiger-Chronograph oder "nachspringende Sekunde" genannt, ein Synonym hierfür ist Rattrapante (von französisch rattraper = wieder einholen). Der Schleppzeiger, ein zweiter großer Stoppzeiger, wird angehalten, um eine Zwischenzeit zu stoppen. Beim Loslassen springt er auf der Stand des anderen Stoppzeigersnach und läuft mit diesem synchron weiter. Hierdurch können beliebig viele Zwischenzeiten genommen werden (sofern es sich nicht um Abstände von nur wenigen Sekunden handelt). Dieser Uhrentyp verschwand in den 60er Jahren, erlebte aber nach Wiedereinführung durch Blancpain im Jahre 1989 eine erfolgreiche Wiederkehr bei zahlreichen Herstellern.
Schnellschwinger Uhren mit 28 800 oder 36 000 Halbschwingungen der Unruh pro Stunde nennt man Schnellschwinger.
Schrauben-Unruh Wie der Name schon sagt, besitzt der Unruhreif Schrauben, die die Masse und damit dasTrägheitsmoment der Uhr beeinflussen können.
Schraubboden Mit einem Gewinde versehener Boden, der ins Uhrengehäuse eingeschraubt ist.
Schraubkrone Mit dem Gehäuse verschraubbare Aufzugskrone, die für eine komplette Wasserdichtheit sorgt. Zuerst von Rolex 1926 im Oyster-Modell eingesetzt und ein Jahr später bei der Durchschwimmung des Ärmelkanals durch Mercedes Gleitze publikumswirksam erprobt.
Schwanenhals-Feinregulierung Vorrichtung in Form eines Schwanenhalses für das Feineinstellen einer Uhr mit mechanischem Schwingsystem.
Skelettierung Um der Uhr ein filigraneres Aussehen zu verleihen, werden Brücken, Platinen, Zifferblätter und ggf. Rotoren so ausgesägt, daß möglichst wenig Material übrigbleibt und durch Uhrglas und Glasboden ein kunstvolles Ornament sichtbar wird. Besonders aufwendig ist dies bei Chronographen, die über beträchtlich mehr zu bearbeitende Teile verfügen als einfache Uhren. Skelettierte Werke werden oft noch mit feinen Gravierungen und Ziselierungen versehen. Es gibt manuelle und maschinelle (computergesteuerte)
Sperrad Teil des Aufzugssystems der Uhr.
Spiralfeder Die Spiralfeder bildet zusammen mit der Unruh das Schwingungssystem. Sie besteht aus einem dünnen Flachdraht, zumeist aus Nivarox.
Springende Stunde In einem Fensterchen, meist am oberen Rand des Zifferblattes, befindet sich eine Scheibe mit den Stundenziffern, die stündlich springend weitergeschaltet wird.
Steine Synthetisch hergestellte Rubine, die Abnutzung und Reibung der Räder vermindern. Stoßsicherung. Elastisch gelagerte Steinlager der Unruhwelle sorgen dafür, daß deren Zapfen bei Stößen und beim Herunterfallen der Uhr nicht brechen. Die gebräuchlichste Stoßsicherung ist heute Incabloc, eine weitere ist Kif-Flector.
Stundenwinkel-Uhr Von Charles Lindbergh entworfener Uhrentyp, der unter Zuhilfenahme eines Sextanten, des Nautischen Almanachs und des Zeitzeichens aus dem Radio eine präzise Bestimmung des Stundenwinkels von Greenwich, also der geographischen Länge ermöglicht. Diese Uhr wurde von Longines realisiert und ist als Nachbau des historischen Originals sowie in kleineren Größen erhältlich.
Swiss made Als Schweizer Uhr gelten Uhren, deren Werk in der Schweiz zusammengesetzt, in Gang gesetzt, reguliert und vom Hersteller kontrolliert worden ist, ferner wenn es mindestens 50% aller Bestandteile aus schweizerischer Fabrikation enthält (dem Werk nach gerechnet), und es in der Schweiz der dort geltenden technischen Kontrolle unterliegt.
Tachymeter Uhrenskala zum Messen der Geschwindigkeit. Wird bei einem Chronograph beim Passieren eines Kilometersteins der Sekundenzeiger gestartet, so zeigt dieser beim Erreichen der nächsten Kilometersteins auf der Tachymeterskala die Geschwindigkeit an.
Taucher-Uhr Uhren, bei denen die Wasserdichtheit maßgeblich ist. In der Regel sind diese Uhren bis mindestens 100m Tiefe (10 bar Druck) wasserdicht. Ferner spielt die Ablesbarkeit eine wichtige Rolle, ebenso eine nur in einer Richtung drehbare Lünette zum Einstellen der Tauchzeit.
Tourbillon Der geniale Erfinder Breguet kam auf die Idee, eine Ursache von Gangungenauigkeiten, nämlich den Einfluß der Schwerkraft auf den Schwerpunkt der Unruh, durch eine besondere Vorrichtung zu neutralisieren. Hierbei befinden sich Ankerrad, Anker und Unruh auf einer kleinen Platte in einem sogenannten Drehgestell, einem auf der Welle des Sekundenrades sitzenden Käfig. Wie das Sekundenrad dreht sich nun auch das Drehgestell einmal pro Minute um sich selbst, wodurch eventuelle Lagen- oder Schwerpunktfehler ausgeglichen werden. Aufgrund der inzwischen auch auf konventionelle Weise erreichten hohen Ganggenauigkeiten ist der Tourbillon heute nur noch eine exklusive Luxusbeigabe, jedoch gilt er als Gipfel in der Ausstattung außerordentlich wertvoller Uhren.
Tritium Leicht radioaktives Leuchtmaterial zur Markierung auf dem Zifferblatt, heute aufgrund der harmlosen Strahlenbelastung anstelle von Radium verwendet.
Unruh Schwingreif als Teil des Schwingungssystems. Zentralsekunde Im Gegensatz zur dezentralen Kleinen Sekunde in Zifferblattmitte angezeigte Sekunde.
Zugfeder Im Federhaus eingelegte Metallfeder, die die entweder durch Handaufzug oder automatischen Aufzug zugeführte Energie speichert
Zwiebel-Krone Zwiebelförmige Aufzugskrone.
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